Leistungsabzeichen in Kappl

Alle Jungschützen von Nauders absolvierten das Leistungsabzeichen in Kappl

 
1. Geschichte des Landes

Unser Heimatland Tirol war ein seltsames Land. Es war im politischen Sinn, und ist es zum Teil noch heute,
einmalig in der Welt. Graf Albert von Tirol hatte nur Töchter und keinen Sohn,
er brachte aber die Bischöfe von Trient und Chur dazu, daß sie ihre Unterschrift zum Erbrecht der Töchter Alberts gaben.
Albert wußte sich auch zu helfen, als der Kaiser den Bischöfen die weltliche Gewalt nahm.
Er bekam auch vom kinderlosen Herzog Otto II die Unterschrift für das Erbe seiner Töchter.
Diese hat er mit den starken Grafen von Görz und Andechs vermählt.
Herzog Otto II starb 1248, da war die Geburtsstunde unseres Tirols. Albert und seine Töchter erbten.
Herzog Otto II war der Gemahl von Alberts Tochter Elisabeth, so hat auch Tirol statt durch Krieg durch Heirat Land gewonnen.
Hier gab es niemals leibeigene Bauern, dafür die freie Erbleihe und die Selbstverwaltung in den Gemeinden.
Graf Meinhard II. schuf im Jahre 1289 eine gewählte Ständevertretung, die als Vertretung der Bevölkerung
an allen wichtigen Regierungshandlungen teilnahm. In ihr, und das ist sensationell,
waren neben der Geistlichkeit und dem Adel auch die Bürger und Bauern vertreten.

Dazu kam noch eines, es herrschte Waffenfreiheit. Aus jedem Recht erwächst auch eine Pflicht.
Für die Selbstverwaltung in den Gemeinden, die politische Mitbestimmung und die Waffenfreiheit
übernahm die Bevölkerung die Pflicht, Heimat und Land zu schützen und zu verteidigen.
Die Landesverteidigung wurde von Bauern, Bürgern, Adel und Geistlichkeit gemeinsam getragen.
Die Landeshauptstadt war von ca. 1250 bis 1420 Meran. Das Haupt- und Stammschloß in der Nähe von Meran,
Schloß Tirol, gibt dem Land seinen Namen.

Im Jahr 1323 legte der Landtag in der ältesten deutschen ständischen Verfassung die Landesverteidigung so fest,
daß im Notfall alle wehrhaften (tauglichen) Männer aufgeboten werden konnten.
Herzog Friedrich IV., genannt "Friedl mit der leeren Tasche", schuf 1416 eine neue Wehrverfassung für Tirol,
durch die der Adel seine Vorherrschaft verlor. Das Hauptgewicht trugen die Bürger und Bauern.
Das Wesentlichste daran aber war, daß die Tiroler nur zur Verteidigung ihres eigenen Landes aufgeboten werden konnten.
1363 wurde Tirol mit Österreich vereint. Landesfürstin Margarethe Maultasch übertrug
die gefürstete Grafschaft Tirol an die Habsburger.Entscheidend im verfassungsrechtlichen Sinne
wurden dann jene als "Landlibell" bezeichneten Bestimmungen, die Kaiser Maximilian I. gemeinsam mit dem Tiroler Landtag 1511 erließ.
Sein Grabesdenkmal ist in der Innsbrucker Hofkirche (Schwarzmanderkirche), er wurde aber in der "Burg" in Wiener Neustadt begraben.
Je nach Bedrohung sollte das Aufgebot 5.000, 10.000, 15.000 oder 20.000 Mann im Alter von 25 bis 50 Jahren betragen.
Zusätzlich wurden bei besonders drohender Gefahr bis zum Eintreffen des Zuzuges
alle Wehrfähigen ohne Altersgrenze zur Landesverteidigung verpflichtet. Man nannte dies "das letzte Aufgebot".

Ausrüstung, Waffen und technisches Personal kam vom Landesfürsten.
Er durfte jedoch keinen Krieg ohne Zustimmung des Tiroler Landtages beginnen.
Im Falle eines plötzlichen, überraschenden Feindeinfalles wurde durch Läuten der Kirchenglocken und durch Bergfeuer
die Landesnot bekanntgegeben und das letzte Aufgebot, der Landsturm aufgerufen.
Daran hatten sich alle wehrfähigen Männer jeden Alters zu beteiligen.
Die sich ändernde Kriegstechnik veranlaßte Erzherzog Maximilian 1605 zu einer Reform, die sich im Dreißigjährigen Krieg bewährte.
Schon sehr früh gab es Veranstaltungen wehrfähiger Männer zum Zwecke der Schießausbildung.
Spätestens seit 1400 nannte man die mit der Armbrust bewaffneten Leute "Schützen".
Unter Kaiser Maximilian I., der das Schützenwesen sehr förderte, gab es bereits viele Schießplätze,
und mit der Verbesserung der Feuergewehre mehrten sich diese Einrichtungen.
Aus diesen Schützengesellschaften entwickelten sich dann seit ca. 1600 neben der aufgebotsmäßigen Landmiliz
die örtlichen Stand- und Scharfschützenkompanien, die dann auch die eigentlichen Träger der Tiroler Landesverteidigung geworden sind.
In der Zuzugsordnung Kaiser Leopolds I. von 1704 faßte man zum ersten Mal die sich 1703 so bewährten Scheiben- und Scharfschützen
zu einem 16 Kompanien starken Regiment zusammen.

Auch eine eigene "Ordnung für gesamte Schießstände in Tyrol" (damals mit y geschrieben) wurde 1738 erlassen.
Die Landesherrschaft wußte, wie sehr im Gebirgskrieg die gut zielenden Einzelschützen dem auf Salvenfeuer gedrillten Militär überlegen waren.
Immer wieder konnten Tiroler Schützen ihre Kampfkraft, bedingt durch ihren Mut, ihre Heimatliebe,
den guten Zusammenhalt und ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen.
Mit welchem Geschick diese Bauernkompanien unter dem Kommando ihrer selbstgewählten Offiziere das Land zu verteidigen vermochten,
bewiesen sie erstmals im Spanischen Erbfolgekrieg 1703, im sogenannten "Bairischen Rummel",
als sie die mit Frankreich verbündeten bayrischen Truppen an den Talengen erwarteten und sie dort durch Steinlawinen
und durch den Beschuß von seiten der wohlgeübten Scharfschützen fast restlos aufrieben,
wie z.B. bei der Pontlatzer Brücke im obersten Inntal. Ein gleiches widerfuhr den französisch - bayrischen Truppen
und ihren Verbündeten 1796 / 97 und vor allem 1809, als dieses zahlenmäßig schwache Bergvolk imstande war,
die militärischen Pläne Napoleons und seines Marschalls Lefebre monatelang zu verzögern.

Die Schlachten am Berg Isel, bei Spinges und in der seither so benannten "Sachsenklemme" nördlich von Brixen
sind heute noch lebendig in der Erinnerung eines jeden Tirolers, wobei hier neben dem Oberkommandanten Andreas HOFER
ganz besonders auf Josef SPECKBACHER, Pater HASPINGER und Sekretär KAJETHAN SWETH verwiesen werden muß.
Sie sind auch auf dem bekannten Bild "Der Kriegsrat" abgebildet. Sie haben sich damals als hervorragende Befehlshaber erwiesen.
Andreas HOFER wurde am 20.02.1810 in Mantua erschossen. 1823 gruben Offiziere des I. Kaiserjägerbataillons
die Gebeine Andreas Hofers in Mantua aus und überführten sie nach Innsbruck,
wo er heute in der Hofkirche (Schwarzmanderkirche) begraben ist.

Weitere berühmte Freiheitskämpfer waren: Philipp von Wörndle, Peter Mayr, Rupert Wintersteller, Josef Eisenstecken,
Josef Ignaz Straub, Georg Bucher, Peter Sigmair, Veit Erler, Anton Reinisch (Senseler), Katharina Lanz um nur einige zu nennen.

1816 entstand aus den Resten des freiwilligen "Fennerjäger - Korps" das Tiroler Kaiserjägerregiment als erste stehende Truppe in Tirol.
Doch trotz tiefer Verbundenheit der Kaiserjäger mit Tirol sind sie nicht die Traditionstruppe der Landesverteidigung.
Dieser Rang kommt den aus den Aufgeboten entstandenen "Landesschützen" zu,
die letztlich direkt auf das Landlibell von 1511 zurückgehen. Erst 1870 wurden sie in das stehende Heer eingegliedert.
Der Landtag bestand aber darauf, daß sie nur ausnahmsweise, wenn Tirol nicht bedroht war, außerhalb des Landes eingesetzt wurden.
Da Tirol 1914 nicht gefährdet schien, wurden die drei Landesschützenregimente zusammen mit den Kaiserjägern an die russische Front verlegt.
So waren es denn auch die noch verbliebenen Schützen, die im Mai 1915, nach Verrat Italiens,
als Standschützen an die Tiroler Grenzen zogen und sie erfolgreich verteidigten, bis die aus Rußland kommenden Landesschützen
(ab 1917 Kaiserschützen) und Kaiserjäger in den Kampf eingriffen. Sie hielten die Grenzen der Heimat bis zum 3.November 1918.
Nur dadurch, daß das österreichische - ungarische Oberkommando den Befehl, sofort alle Feindseligkeiten einzustellen,
ca. 36 Stunden vor dem italienischen Oberkommando erlassen hatte, konnten die Italiener nun ohne jede Gegenwehr auf Tiroler Gebiet
vorrücken und kampflos "erobern", was ihnen 3 ½ Jahre lang mit Waffengewalt nicht möglich war.
Gleichzeitig damit fielen auch noch viele der völlig überraschten und befehlsgemäß heimwärts ziehenden Truppen in italienische Gefangenschaft.
Dies war das Ende der alten Tiroler Wehrverfassung. Die Abtrennung des südlichen Teiles des Landes
durch das Friedensdiktat von SAINT GERMAIN 1919 brachte neben dem Ende des 1.Weltkrieges auch
das Ende der Jahrhunderte alten historischen - politischen Einheit des Landes TIROL.

Unter dem Nationalsozialistischen Regime wurde die 1918 begonnene Aufteilung unseres Landes noch dadurch fortgeführt,
daß der beim österreichischen Bundesland Tirol verbliebene östliche Teil Südtirols, das ist der Bezirk Lienz,
von Tirol abgetrennt und dem "Reichsgau" Kärnten angegliedert wurde, was dann im Jahre 1947 jedoch wieder rückgängig gemacht worden ist.
Das Ende dieses Regimes brachten dann endlich nach langen sieben Jahren der Unfreiheit die am Abend des 3. Mai 1945 in Innsbruck
einmarschierenden amerikanischen Truppen.

In Nordtirol wurde das Schützenwesen, durch den Einmarsch Adolf Hitlers, am 12. März 1938 verboten (im Untergrund aber teilweise weitergeführt).
Doch 1946 bildete sich schon der Oberinntaler Schützenbund, das Wipp- und Stubaital, die Bataillone Innsbruck Stadt und Land folgten.
Am 20.April 1950 wurde der "Bund der Tiroler Schützenkompanien" gegründet. In Südtirol wurde das Schützenwesen
von der faschistischen Besatzungsmacht schon 1919 verboten. Obwohl es am 5.September 1946 das Pariser Abkommen
vom italienischen Außenminister Degaspari und vom österreichischen Außenminister Karl Gruber, der auch einmal Landeshauptmann von Tirol war,
unterzeichnet wurde, kam es erst 1950 wieder zur Neubelebung. Das Pariser Abkommen war ein Vertrag, der das Recht auf Sprache,
Volkskultur und soziale Gleichstellung den Südtirolern zusicherte, während in Südtirol die Unterbrechung 40 Jahre dauerte, in Welschtirol sogar 65 Jahre.
Zwischen 1958 - 1959 kam es zur Gründung des Südtiroler Schützenbundes.

2. Geschichte der Schützen

Die über 700jährige Geschichte der Schützen ist eng mit der Geschichte des Landes Tirol verwebt,
so daß es dieses Land ohne die Schützen wahrscheinlich gar nicht gäbe.
Noch heute hält die Kameradschaft dieser " Verteidigungsmacht" von damals das alte freie Land
im Gebirge zusammen und bezeugt, daß es Heimat gibt.

Landeshymne: Andreas - Hofer Lied

1. Zu Mantua in Banden der treue Hofer war,
zu Mantua zum Tode führt ihn der Feinde Schar.
Es blutete der Brüder Herz,
ganz Deutschland ach in Schmach und Schmerz,
mit ihm das Land Tirol, mit ihm das Land Tirol! Mit ihm das Land Tirol, mit ihm das Land Tirol!


2. Die Hände auf den Rücken,
Andreas Hofer ging mit ruhigen festen Schritten,
ihm schien der Tod gering,
der Tod, den er so manchesmal vom Iselberg geschickt ins Tal,
[ : im heil`gen Land Tirol! : ]

3. Doch als aus Kerkergittern im festen Mantua,
die treuen Waffenbrüder die Händ` er strecken sah,
da rief er laut: Gott sei mit euch, mit dem verrat`nen deutschen Reich!
[: Und mit dem Land Tirol, und mit dem Land Tirol! : ]

4. Dem Tambour will der Wirbel nicht unterm Schlegel vor,
als nun Andreas Hofer schritt durch das Kerkertor.
Andreas noch die Banden frei,
dort stand er fest auf der Bastei,
[ : der Mann vom Land Tirol, der Mann vom Land Tirol! : ]

3. Glaube und Kirche

Die "Treue zu Gott" ist wohl einer unserer wichtigsten Grundsätze. Wenn wir zurückschauen hatten die Tiroler immer ein besonderes Verhältnis zum katholischen Glauben. Als Beispiel dient am Besten unser Herz Jesu Gelöbnis von 1796. Die Treue zu Gott äußert sich darin, daß wir uns weltanschaulich am christlichen Glauben orientieren. Keine Festlichkeit findet ohne Gottesdienst statt.2.1. Allgemeines:2.1.1. Das Kirchenjahr:Das Kirchenjahr ist wie ein Kreis von Festen. Wir sprechen vom Weihnachts- oder vom Osterfestkreis. Der Kreis sagt uns, daß die Feste jedes Jahr wiederkehren, aber auch, daß sie zusammengehören. Wir feiern, daß Jesus Christus geboren wurde, daß er für uns gelebt hat und gestorben ist; wir feiern, daß ihn Gott auferweckt und verherrlicht hat; sein Geist lebt und wirkt in und durch uns. Das höchste Fest des Kirchenjahres ist Ostern; die österliche Zeit dauert bis Pfingsten, und alle Feste des Osterkreises (Aschermittwoch bis Fronleichnam) sind davon abhängig. Ostern feiern wir am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond. Deshalb ist es ein bewegliches Fest. Das bekannteste Fest ist Weihnachten. Der Weihnachtsfestkreis endet mit dem Fest der "Taufe des Herrn", dem ersten Sonntag nach dem 6. Jänner ( Erscheinung des Herrn). Die Sonntage zwischen "Taufe des Herrn" und Fastenzeit, zwischen Pfingsten und Adventzeit zählen wir als Sonntage im Jahreskreis, darunter fallen auch Fronleichnam, das Herz - Jesu - Fest und der Christkönigssonntag.2.1.2. Die kirchlichen Farben:a) weiß: ist das Symbol des Lichtes und der Freude. Es wird gebraucht an den großen Festen, an den Marienfesten.b) grün: ist das Symbol der Hoffnung. Es wird gebraucht an den Sonntagen im Jahreskreis.c) rot: ist die Farbe des Blutes und Symbol des Feuers. Es wird gebraucht an den Festen des Hl. Geistes und an den Festen der Märtyrer.d) violett: ist das Symbol der Buße, es wird gebraucht in der Fastenzeit und im Advent.e) schwarz: ist das Symbol der Trauer, es wird gebraucht bei der Totenmesse.2.2. Verlauf und Aufbau der EucharistiefeierZuerst verliefen die Eucharistiefeiern sehr einfach. Es gab noch keine feste Ordnung und keine Bücher. Immer aber gab es zwei Dinge, die überall vorkammen:a) Reden von Jesus, erzählen von seinen Worten und Taten (= Wortgottesdienst).b) Feiern des Mahles in Erinnerung an den Auftrag beim letzten Abendmahl (= Eucharistie).Heute hat die Eucharistiefeier folgenden Aufbau:A. Eröffnungteil:Einzug des Priesters, Begrüßung der Gemeinde, allgemeines Schuldbekenntnis, Gloria, Tagesgebet.B.1.Hauptteil, Wortgottesdienst:Lesung (Teil aus dem A.T. oder den Briefen), Antwortlied oder Zwischengesang, Evangelium (Teil der 4 Evangelien), Predigt (Texte der Hl. Schrift werden erklärt und uns wird gezeigt, was sie heute zu sagen haben), Glaubensbekenntnis, Fürbitten.C. 2. Hauptteil, Eucharistie:Gabenbereitung, Hochgebet mit Einsetzungsbericht, Kommunion, Schlußgebet.Es gibt 4 Einsetzungsberichte der Bibel von Matthäus, Markus,Lukas und Paulus.Beispiel Lukas Kap.22:Dann nahm er Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und reichte es ihnen mit den Worten: " Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis." Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: "Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird."Nach dem Einsetzungsbericht, den wir auch "Die Wandlung" nennen, antwortet die Gemeinde: "Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit."Danach betet der Priester den 2. Teil des Hochgebetes, wobei er besonders für die Kirche, den Papst, den Bischof und die Verstorbenen betet.D. Entlassungsteil:Vermeldung (Termine der Pfarrgemeinde), Segen, Entlassung und Auszug.2.3. Die Sakramente:Die wichtigsten Zeichen, Symbole und Handlungen, die uns besonders stark und deutlich an Jesus erinnern, nennen wir "Sakramente" (Heilige Zeichen).Die7 Sakramente sind:Taufe, Eucharistie, Firmung, Buße, Ehe, Priesterweihe, Krankensalbung.2.4. Herz Jesu Lied: Auf zum Schwur Tiroler Land1. Auf zum Schwur, Tiroler Land, heb`zum Himmel Herz und Hand! Was die Väter einst gelobt, da der Kriegssturm sie umtobt: das geloben wir auf`s neue, Jesu Herz, die ew`ge Treue!2. Wundermächtig immerfort warst du deines Volkes Hort, stets in Not und Kriegsgefahr schirmtest du den roten Aar. Drum geloben ..............3. Fest und stark zu unsrem Gott stehen wir trotz Hohn und Spott, fest am Glauben halten wir, unsres Landes schönster Zier. Drum geloben.......

4. Grundsätze und Aufbau des Bundes der Tiroler Schützen Kompanien

Grundsätze und Aufbau desBundes der Tiroler SchützenkompanienAm 30. April 1995 kam es zur Gründung des "Gesamttiroler Schützenbundes - Europäische Region Tirol". Diesem gehören "Der Bund der Tiroler Schützenkompanien, der Südtiroler Schützenbund und der Welschtiroler Schützenbund" an. So bildeten die Schützen eine Art Vorreiterrolle im Europa der Regionen und gaben ein deutliches Zeichen, daß Grenzen überwindbar sind.2.1. Grundsätze:Die Treue zu Gott und dem Erbe der VäterDer Schutz von Heimat und VaterlandDie geistige und kulturelle Einheit des ganzen LandesDie Freiheit und Würde des MenschenDie Pflege des Tiroler Schützenbrauches2.2. Aufbau:Der Bund der Tiroler Schützenkompanien ist gegliedert in vier Viertel. Nämlich die Viertel Oberland, Tirol Mitte, Unterland und Osttirol. Der Bund umfaßt derzeit 25 Bataillone, jedes Bataillon hat zwischen 4 und 20 Kompanien.Der derzeitige Stand13.664Ausrückende Schützen11.374Jungschützen 1.499Marketenderinnen 791Mit den inaktiven Schützen und den unterstützenden Mitgliedern erreichen wir immerhin 15.000 Mitglieder.Das Schützenjahr beginnt im April mit der Generalversammlung (Bundesversammlung), sie ist der höchste Festtag des Bundes. Die Bundesversammlung, an welcher alle Offiziere der Kompanien wie auch die übrigen Säbelträger teilnehmen können, befaßt sich mit Beschlüssen, die die Interessen des Bundes betreffen. Verantwortlich für die Ausführung dieser Beschlüsse ist die Bundesleitung und der Bundesausschuß.Der Bundesleitung obliegen alle laufenden geschäftlichen Dienste, die rasch erledigt werden. Der Bundesausschuß (bestehend aus den Mitgliedern der Bundesleitung, den Regiments- und Bataillonskommandanten, mit ihnen die Bezirks- und Talschaftskommandanten und Bezirksmajore) beschließt alle Angelegenheiten, die Gesamttirol betreffen, und hilft bei Entscheidungen der Bundesleitung mit.Bundesleitung:LandeskommandantLandeskdt.Stellvertreter - Landes Kurat - BundesgeschäftsführerBundeschriftführer - Bundeskassier - BundesbildungsoffizierLandesjungschützenbetreuer - BundeswaffenwartKdt.Viertel Oberland - Kdt. Viertel UnterlandKdt.Viertel Mitte - Kdt. Viertel OstirolViertel:Viertel OberlandRegiment OberinntalBezirk LandeckBezirk ImstBezirk ReutteReg.unabh. BatailloneTalsch.PontlatzBaon.StarkenbergBaon.EhrenbergBaon.LechtalTalsch.PaznaunBaon.PitztalBaon.ÖtztalTalsch.StanzertalBaon.PetersbergTalsch.LandeckViertel UnterlandBaon.SchwazBaon.KufsteinBaon.WinterstellerReg.ZillertalVorderes ZillertalMittleres ZillertalOberes ZillertalViertel Tirol MitteBaon.HörtenbergBaon.StubaitalBaon.Innsbruck-UmgebungBaon.Wipptal - EisensteckenBaon.InnsbruckBez.Hall i.T.Baon.RettenbergViertel OsttirolBezirk Oberes IseltalBezirk Lienzer TalbodenBezik Oberland - PustertalBaon. Oberes IseltalBaon.Lienzer T.Baon.Oberl.- Pustert.Chargen:Der höchste Dienstgrad ist der des Majors, es hat auch 1809 und früher keinen höheren gegeben; Andreas Hofer war ebenfalls Major.Landeskommandant, Majore der Bundesleitung,Viertelkommandanten, Bezirksmajor bzw.Bataillonsmajor, Hauptmann, Oberleutnant, Leutnant, Fähnrich, Oberjäger, Zugführer, Unterjäger, Patrouillführer, Schütze.Das älteste Feldzeichen Tirols ist die Bundesstandarte, die bei festlichen Anlässen (z.B. Landesschützenwallfahrt) mitgetragen wird. Sie zeigt den Tiroler Adler, den Hl.Georg, wie er den Drachen tötet, und einen Knappen, vermutlich vom Schwazer Silberbergwerk.2.3. Schützenlied: Es lebt der Schütze froh und frei1. Es lebt der Schütze froh und frei, ja froh und frei, ja froh und frei, mit ihm die ganze Jägerei, die ganze Jägerei. Und kommt der Feind ins Land herein, und sollt`s der Teufel selber sein, es ruhen unsre Stutzen nicht, bis daß das Auge bricht (ja bricht), es ruhen unsre Stutzen nicht, bis daß das Auge bricht. Tralalalala lala lala lalala, la lalala, la lalala, la lalala lalala.2. Und ist das Schwarze noch so klein, ja noch so klein, ja noch so klein, es muß ein jeder Schuß hinein, ein jeder Schuß hinein. Und kommt der Feind.....3. Es lebe unser Österreich, ja Österreich, mit ihm die schöne Welt zugleich, die schöne Welt zugleich. Und kommt der Feind........

5. Geographische Lage und Grundlagen

Das Bundesland Tirol umfaßt 279 Gemeinden, darunter die Landes-hauptstadt Innsbruck sowie 10 weitere Städte und 17 Marktgemeinden. Sie sind gegliedert in die Landeshauptstadt Innsbruck mit einem eigenen Statut und in die 8 politischen Bezirke Imst, Innsbruck - Land, Kitzbühel, Kufstein, Landeck, Lienz, Reutte und Schwaz. 1991 betrug die Einwohnerzahl 631.410 und die Gesamtfläche des Bundeslandes Tirol beträgt 12.647,09 km². Die Landeshauptstadt von Südtirol ist Bozen.Der Landespatron war früher der Hl.Georg, der auch auf der Landesstandarte abgebildet ist, heute ist es der Hl.Josef, der seinen Namenstag am 19. März hat.Landschaftlich wird Tirol am besten durch seinen Frühmittelalterlichen Namen "land im Gebirge" als ein inneralpines Paßland charakterisiert. Seine politisch - geographische Bedeutung lag seit je in der Beherrschung der niedrigsten und bequemsten Ostalpenpässe Brennerpaß ( 1370m) und Reschenpaß (1504m), die Mitteleuropa mit dem Mittelmeerraum verbinden. Dazu die Brückenlage zwischen den östlichen und westlichen Erbländern der Habsburger.Nordtirol hat einen Hauptanteil an der nördl. Längstalfurche des Inn zw. Nord- und Zentralalpen. Zw. den wald-, wild- und almenreichen, nur wenig besiedelten und bis über 3000 m hohen Kalkketten und -stöcken der Lechtaler Alpen, des Mieminger, des Karwendel-, des Rofan- und des Kaisergebirges führen mit Fernpaß (1216 m), Seefelder Sattel (1185 m) und Achenpaß (940 m) 3 bedeutende Übergänge aus dem Inntal in das süd-dt. Alpenvorland hinab. Jenseits des Fernpasses liegt das Außerfern mit dem Tiroler Lechtal. Dem Inntal folgen von Kufstein aufwärts die Hauptbahnlinien und die Straßenzüge zum Brenner und zum Arlberg (1793 m). Im S bilden die weit über 3000 m hohen Gebirgsstöcke der Silvretta, der Ötztaler, der Stubaier und der Zillertaler Alpen den Zug der Zentralalpen (Gneis, Schiefer). Sie sind massiger und höher als die Nördl. Kalkalpen und reich an Gletschern, Wäldern und Almen. Dazw. liegen die in der Eiszeit geformten, anbaufähigen und dichter besiedelten großen Nebentäler: das oberste Inn-, das Ötz-, das Wipp-, das Zillertal und das Tal der Kitzbüheler Ache. Der Achensee ist der größte und tiefste See, der Gepatschferner der größte Gletscher von Tirol und der drittgrößte (18 km2) und längste Gletscher (9,4 km) der Ostalpen. Im südl. des Alpenhauptkamms gelegenen Osttirol, dem Anteil am oberen Drautal mit dem trogartigen Iseltal und dem Lienzer Becken, ist die landschaftl. Abfolge umgekehrt; im N bilden die firnbedeckten Eisriesen der Hohen Tauern (Gneis, kristalline Schiefer) mit der Venedigergruppe und mit dem Großglockner (3798 m) eine natürl. Grenze gegen Salzburg. Ihnen sind die niedrigeren, weiten Formen der wald- und almenreichen Schieferberge der Defereggen- und der Schobergruppe vorgelagert. Im Süden des Drautals und des fruchtbaren Lienzer Beckens ragen die kahlen Grate und Zinnen der Lienzer Dolomiten und die Schieferzone der Karnischen Alpen empor. Klima: Durch seine Lage nördl. der Zentralalpen, der Scheide zw. Mitteleuropa und Mittelmeerraum, hat N-T. Anteil am gemäßigten Klima Mitteleuropas. Die Nördl. Kalkalpen sind niederschlagsreich und kühl. Das Inntal und seine größeren Nebentäler haben alpines Hochgebirgsklima, das durch geringere Niederschlagsmengen (im Windschatten der N-Alpen), durch wärmebringende Föhnwinde aus dem Süden und gelegentlich Inversion im Winter gekennzeichnet ist. Dagegen weist Osttirol lange und kältere Winter, aber wärmere Sommer und größere Niederschlagsmengen auf. Der höchste Berg Tirols (incl.Südtirol) ist der Ortler; in Nordtirol die Wildspitze. Die wichtigsten Bergketten sind:Die Lechtaler Alpen, Ötztaler Alpen, Stubaier Alpen, das Karwendel, die Tuxer Alpen, die Zillertaler Alpen, die Kitzbühler Alpen, die Hohe Tauern mit der Venediger Gruppe, das Deffreggen Gebirge, die Lienzer Dolomiten und die Karnischen Alpen.Weiters in Südtirol die Dolomiten und die Sarntaler Alpen.Nach dem Inn als einziger Fluß sind die wichtigsten Bäche:Im Außerfern der Lech; die Pitze im Pitztal, die Ötztaler Ache im Ötztal, die Ruetz im Stubaital, die Sill im Wipptal, die Ache im Achental, die Ziller im Zillertal, die Jochberger, Kitzbüheler, Kössener Ache im Bezirk Kitzbühel, die Isel, Schwarzach und Drau in Osttirol, sowie Etsch und Eisack in Südtirol.1.Die Landeshauptstadt InnsbruckInnsbruck hat eine Fläche von 104,89km² und ca.125.500 Einwohner.Innsbruck wurde 1420 Hauptstadt und Residenz des Tiroler Landesfürsten. Seit dem Jahre 1325 zeigt das Wappen der Stadt eine waagrecht verlaufende Brücke mit zwei Jochen auf rotem Grund.2. Der Bezirk ImstDer Bezirk Imst, zu welchem die beiden Gerichtsbezirke Imst und Silz gehören, umfaßt 1 Stadtgemeinde, 24 Gemeinden und 23 Katastralgemeinden auf einer Fläche von 1724,69 km² und ca. 46.833 Einwohner. Die bis ins 13.Jahrhundert einheitliche Grafschaft Oberinntal besaß mehrere Gerichte, von denen Imst bereits 1266 erstmals urkundlich erwähnt wurde.3. Der Bezirk Innsbruck - LandEr schließt die Gerichtsbezirke Innsbruck, Hall und Telfs ein, umfaßt 1 Stadtgemeinde, 6 Markt- und 57 Ortsgemeinden sowie 71 Katastralgemeinden ein. Er erstreckt sich auf einer Fläche von 1990,30 km² und beherbergt 141.334 Einwohner. 4. Der Bezirk Kitzbühel1 Stadt-, 3 Markt-,16 Orts- und 22 Katastralgemeinden bilden zusammen die beiden Gerichtsbezirke Kitzbühel und Hopfgarten auf einer Fläche von 1163,12 km² mit 54.127 Einwohnern. Kitzbühel erhielt 1271 das Stadtrecht und wurde 1297 Gerichtssitz. Bis 1505 gehörte Kitzbühel zusammen mit den Gerichten Kufstein und Rattenberg den bayrischen Herzogtum an.5.Der Bezirk KufsteinDie beiden Gerichtsbezirke Kufstein und Rattenberg umfassen 3 Stadt-, 1 Markt- , 26 Orts- und 42 Katastralgemeinden mit einer Gesamtgrundfläche von 969,67 km² und 84.627 Einwohnern.Seit 1133 war die ehemalige Landgrafschaft im Gebirge, das Gebiet also, welches das Gericht Kufstein umfaßt, als Lehen den Herzogen von Bayern vom Hochstift Regensburg gegeben und kam erst 1504 von Bayern an Tirol.6. Der Bezirk LandeckEr besteht seit dem 1.Januar 1978 nur noch aus dem Gerichtsbezirk Landeck, welcher sich auf einer Gesamtfläche von 1594,79 km² ausdehnt und 40.207 Einwohner hat. Er besteht aus 1 Stadt-, 29 Orts- und 31 Katastralgemeinden. Aus Vereinigung der Dingstattbezirke Stanzertal, Fließ und Zams ging das Gericht Landeck hervor - welches erstmals 1282 als begrenzter Bezirk Erwähnung fand.7.Der Bezirk LienzLienz und Matrei in Osttirol sind die beiden Gerichtsbezirke des politischen Bezirkes Lienz, welcher 1 Stadt- , 2 Markt-, 30 Orts- und 62 Katastralgemeinden umfaßt. Seine Fläche erstreckt sich auf 2019,96 km² mit 48.338 Einwohnern.Der Löwe auf blauem Grund erinnert an die Grafen von Görz, die weiß- roten Streifen des Wappens von Lienz gemahnen an die Patriarchen von Aquileja, zu deren Bistum Lienz bis 1751 gehörte, während die Rose im unteren Drittel des Wappens an die Lienzer Bürgerschaft erinnert.8.Der Bezirk ReutteAuf einer Gesamtfläche von 1236,64 km² ,29.140 Einwohner, umfaßt der Bezirk Reutte 1 Stadt- ,1Markt- , 35 Orts- und 42 Katastralgemeinden. Geschichtlich geht er aus dem Landgericht Ehrenberg, dem Gericht Aschau, des Stiftes Füssen und dem Gericht Vils hervor.9. Der Bezirk SchwazDer Bezirk umfaßt 1 Stadt-,2 Markt- ,36 Orts- und 41 Katastralgemeinden. Auf einer Fläche von 1843,06 km² leben 68.692 Einwohner. Er geht aus den Landgerichten Freundsberg und Rottenburg sowie aus dem Burgfrieden Tratzberg hervor. 1837 werden diese zum Landgericht Schwaz vereinigt.Die Gesetzgebung übt nach der Tiroler Landesordnung 1989 der auf 5 Jahre gewählte, 36 Mitgl. umfassende Landtag aus. Die Landesregierung setzt sich aus 5 Vertretern der ÖVP und jeweils 1 Vertreter von SPÖ, FPÖ und Grünen zusammen. Tirol entsendet 13 Abg. in den National- und 4 in den Bundesrat. Die Dichter Walther von der Vogelweide und Oswald von Wolkenstein stammen ebenso aus Tirol wie die späteren Schriftsteller A. Pichler, C. Dallago, F. Kranewitter, K. Schönherr, S. Rieger (genannt Reimmichl), J. Leitgeb und der Kreis um L. Ficker mit der Ztschr. "Der Brenner". F. Mitterer zählt zu den meistgespielten dt.-sprach. Autoren der Gegenwart. Österreichische Bundeshymne1.Land der Berge, Land am Strome, Land der Äcker, Land der Dome, Land der Hämmer, zukunftsreich! Heimat bist du großer Söhne, Volk, begnadet für das Schöne, vielgerühmtes Österreich.2. Heiß umfehdet, wild umstritten, liegst dem Erdteil du inmitten einem starken Herzen gleich. Hast seit frühen Ahnentagen hoher Sendung Last getragen, vielgeprüftes Österreich. Vielgeprüftes Österreich.3. Mutig in die neuen Zeiten, frei und gläubig sieh uns schreiten, arbeitsfroh und hoffnungsreich. Einig laß in Brüderchören, Vaterland, dir Treue schwören, vielgeliebtes Österreich. Vielgeliebtes Österreich.

6. Fragen- und Antwortenkatalog

Jungschützenleistungsabzeichen in Bronzefür Jungschützen bis zum 12.LebensjahrGeschichte der Schützen und des Landes1.Wie heißt das Haupt- und Stammschloß, von dem unser Land seinen Namen hat"Schloß Tirol.2.Welche Jahre gelten als die Geburtsstunde des Landes Tirol"1248 3.Welche Stadt war von ca. 1250 bis 1420 die Hauptstadt Tirols"Meran.4.In welchem Jahr hat Kaiser Maximilian das Landlibell erlassen"Kaiser Maximilian hat im Jahre 1511 das Landlibell erlassen.6. Wo liegt Andreas Hofer, der Anführer im Tiroler Freiheitskampf von 1809 begraben und nenne noch eine Person aus seinem Kriegsrat"Seit 1823 in der Hofkirche, seine Mitstreiter waren Josef Speckbacher, Pater Haspinger und Kajethan Sweth.Glaube und Kirche1.Nenne zwei wichtige KirchenfesteOstern und Weihnachten2. Wie ist der Aufbau der Eucharistiefeier (Hl. Messe)"Eröffnungsteil, 1.Hauptteil ( Wortgottesdienst), 2. Hauptteil (Eucharistie), Entlassungsteil3. Wieviel Sakramente gibt es"Es gibt 7 Sakramente.Grundsätze und Aufbau des Bundes der Tiroler Schützen1. Wie lauten die Grundsätze der Tiroler Schützen"Die Treue zu Gott und dem Erbe der VäterDer Schutz von Heimat und VaterlandDie geistige und kulturelle Einheit des ganzen LandesDie Freiheit und Würde des MenschenDie Pflege des Tiroler Schützenbrauches2. In wieviel Viertel ist der Bund gegliedert und welchem gehörst du an"Vier, ich gehöre dem Viertel............................an.3. Wer ist der höchste Mann im Bund"Der Landeskommandant.Geographische Lage und Grundlagen1. Wie heißt unser Landespatron"Der Hl.Josef2. Wie heißt der Bezirk in dem du lebst"............................................3.Nenne 3 Gebirgszüge und 3 Bäche"Lechtaler, Stubaier und Karnische AlpenDie Pitze, die Kitzbüheler Ache und die EtschGeschichte und Besonderheiten der SchützenkompanieFragenkatalog Jungschützenleistungsabzeichen in Silberfür Jungschützen bis zum 14.LebensjahrGeschichte der Schützen und des Landes1.Wie heißt das Haupt- und Stammschloß, von dem unser Land seinen Namen hat und welches Tier ziert seit dem Mittelalter unser Wappen"Schloß Tirol, der rote Adler2.Welches Jahr gilt als die Geburtsstunde des Landes Tirol, weil Graf Albert von Tirol zu diesem Zeitpunkt die Vogteien über die Hochstifte Brixen und Trient in seiner Hand vereinigt"Graf Albert von Tirol hatte nur Töchter und keinen Sohn, er brachte aber die Bischöfe von Trient und Chur dazu, daß sie ihre Unterschrift zum Erbrecht der Töchter Alberts gaben. Der schlaue Albert wußte sich auch zu helfen, als der Kaiser den Bischöfen die weltliche Gewalt nahm. Er bekam auch vom kinderlosen Herzog Otto II die Unterschrift für das Erbe seiner Töchter. Diese hat er mit den starken Grafen von Görz und Andechs vermählt. Herzog Otto II starb 1248, da war die Geburtsstunde unseres Tirols, Albert und seine Töchter erbten. Herzog Otto II war der Gemahl von Alberts Tochter Elisabeth, so hat auch Tirol statt durch Krieg, durch Heirat Land gewonnen.3.Wie heißt die Landesfürstin, die die gefürstete Grafschaft Tirol im Jahre 1363 an ihre Verwandten, die Habsburger übertrug und was bedeutete es für Tirol"Margarethe Maultasch - Tirol kommt zu Österreich.4.Welches Gesetz, das zur Reformation der Landesverteidigung erlassen wurde, gilt als Geburtsstunde des Tiroler Schützenwesens"Das Landlibell von 1511, erlassen von Kaiser Maximilian. Tiroler mußten, wenn sie nicht wollten, für keinen Herrn außerhalb der Landesgrenzen in den Krieg ziehen. Der Kaiser versprach, ohne Zustimmung der Landstände keinen Krieg mehr zu führen, die Landstände versprachen dafür, 20.000 Mann in 4 Aufgeboten zur Landesverteidigung zu stellen und in höchster Not auch noch den Landsturm, das sind die Daheimgebliebenen, zu rufen.5. Wo und warum liegt Andreas Hofer, der Anführer im Tiroler Freiheitskampf von 1809 begraben und nenne alle Mitglieder seines Kriegsrates"Seit 1823 in der Hofkirche(Schwarzmanderkirche) zu Innsbruck.Offiziere des I.Kaiserjägerbataillons haben seine Gebeine heimlich in Mantua ausgegraben und sie nach Innsbruck überführt. Seine Mitstreiter waren Josef Speckbacher, Pater Haspinger und Kajethan Sweth.6. Durch welchen Vertrag und wann wurde Tirol in zwei Hälften getrennt"Durch den Friedensvertrag von Saint Germain 1919 wurde das Ende des 1.Weltkrieges und die Trennung von Nord- und Südtirol beschlossen.Glaube und Kirche1.Nenne die zwei KirchenfestkreiseOstern- und Weihnachtsfestkreis2. Wie ist der Aufbau der Eucharistiefeier (Hl. Messe) und erkläre einen Teil näher"Eröffnungsteil, 1.Hauptteil ( Wortgottesdienst), 2. Hauptteil (Eucharistie), EntlassungsteilEröffnungsteil: Einzug des Priesters, Begrüßung der Gemeinde, allgemeines Schuldbekenntnis, Gloria, Tagesgebet.3. Wieviel Sakramente gibt es und wie heißen sie"Es gibt 7 Sakramente. Taufe, Eucharistie, Firmung, Buße, Ehe, Priesterweihe, Krankensalbung.Grundsätze und Aufbau des Bundes der Tiroler Schützen1. Wie lauten die Grundsätze der Tiroler Schützen"Die Treue zu Gott und dem Erbe der VäterDer Schutz von Heimat und VaterlandDie geistige und kulturelle Einheit des ganzen LandesDie Freiheit und Würde des MenschenDie Pflege des Tiroler Schützenbrauches2. Welches Gremium leitet den Bund der Tiroler Schützenkompanien und welche Funktionsträger sind Mitglieder in diesem Gremium"Die Bundesleitung.Ihre Mitglieder sind der Landeskommandant, der Landeskdt.Stellvertreter, der Landeskurat, der Bundesgeschäftsführer, der Bundesschriftführer, der Bundeskassier, der Bundesbildungsoffizier, der Landesjungschützenbetreuer, der Bundeswaffenwart und die vier Viertelkdtn.3.Welches ist das älteste Feldzeichen Tirols und was zeigt dieses"Das älteste Feldzeichen ist die Bundesstandarte. Sie zeigt den Tiroler Adler, den Hl.Georg, wie er den Drachen tötet, und einen Knappen.Geographische Lage und Grundlagen1. Wie heißt unser Landespatron und sein Vorgänger"Der Hl.Josef, sein Vorgänger war der Hl.Georg.2. Wie heißt der höchste Berg Gesamttirols"Der Ortler3. Wie heißen die beiden Landeshauptstädte"Innsbruck in Nordtirol und Bozen in Südtirol4.Nenne je 1 Gebirgszug und 1 Bach aus jedem Landesteil"Die Ötztaler Alpen und die Ruetz in Nordtirol.Das Deffregen Gebirge und die Isel in Osttirol.Die Dolomiten und die Etsch in Südtirol.Geschichte und Besonderheiten der SchützenkompanieFragenkatalog Jungschützenleistungsabzeichen in Goldfür Jungschützen ab dem 14.LebensjahrGeschichte der Schützen und des Landes1.Wie heißt das Haupt- und Stammschloß, von dem unser Land seinen Namen hat und welches Tier ziert seit dem Mittelalter unser Wappen"Schloß Tirol, der rote Adler2.Welches Jahr gilt als die Geburtsstunde des Landes Tirol, weil Graf Albert von Tirol zu diesem Zeitpunkt die Vogteien über die Hochstifte Brixen und Trient in seiner Hand vereinigt"Graf Albert von Tirol hatte nur Töchter und keinen Sohn, er brachte aber die Bischöfe von Trient und Chur dazu, daß sie ihre Unterschrift zum Erbrecht der Töchter Alberts gaben. Der schlaue Albert wußte sich auch zu helfen, als der Kaiser den Bischöfen die weltliche Gewalt nahm. Er bekam auch vom kinderlosen Herzog Otto II die Unterschrift für das Erbe seiner Töchter. Diese hat er mit den starken Grafen von Görz und Andechs vermählt. Herzog Otto II starb 1248, da war die Geburtsstunde unseres Tirols, Albert und seine Töchter erbten. Herzog Otto II war der Gemahl von Alberts Tochter Elisabeth, so hat auch Tirol statt durch Krieg, durch Heirat Land gewonnen.3.Wie heißt die Landesfürstin, die die gefürstete Grafschaft Tirol im Jahre 1363 an ihre Verwandten, die Habsburger übertrug und was bedeutete es für Tirol"Margarethe Maultasch - Tirol kommt zu Österreich.4.Welches Gesetz, das zur Reformation der Landesverteidigung erlassen wurde, gilt als Geburtsstunde des Tiroler Schützenwesens"Das Landlibell von 1511, erlassen von Kaiser Maximilian. Tiroler mußten, wenn sie nicht wollten, für keinen Herrn außerhalb der Landesgrenzen in den Krieg ziehen. Der Kaiser versprach, ohne Zustimmung der Landstände keinen Krieg mehr zu führen, die Landstände versprachen dafür, 20.000 Mann in 4 Aufgeboten zur Landesverteidigung zu stellen und in höchster Not auch noch den Landsturm, das sind die Daheimgebliebenen, zu rufen.5.In welchen Kriegen bewiesen die Tiroler ihr militärisches Können und ihre Stärke"1703 im "Bairischen Rummel, 1796 / 97 und vorallem 1809 in den Schlachten am Berg Isel, bei Spinges und in der seither so benannten "Sachsen Klemme".Eine große Leistung boten die Tiroler ab Mai 1915 bis zum 3.November 1918, als sie an der Südfront die Italiener vor einem Einmarsch abwehrten.6. Wo und warum liegt Andreas Hofer, der Anführer im Tiroler Freiheitskampf von 1809 begraben und nenne alle Mitglieder seines Kriegsrates"Seit 1823 in der Hofkirche(Schwarzmanderkirche) zu Innsbruck.Offiziere des I.Kaiserjägerbataillons haben seine Gebeine heimlich in Mantua ausgegrabenund sie nach Innsbruck überführt. Seine Mitstreiter waren Josef Speckbacher, Pater Haspinger und Kajethan Sweth.7. Durch welchen Vertrag und wann wurde Tirol in zwei Hälften getrennt"Durch den Friedensvertrag von Saint Germain 1919 wurde das Ende des 1.Weltkrieges und die Trennung von Nord- und Südtirol beschlossen.8. Durch wem und wann waren die Schützen verboten"Durch den Einmarsch (12.März 1938) Adolf Hitlers in Österreich wurden die Schützen verboten. Doch 1946 bildete sich schon der Oberinntaler Schützenbund dem andere bald folgten.9. Was besagt das Gruber - Degaspari Abkommen und wer waren diese Herren"Karl Gruber war 1946 österreichischer Aussenminister; Degaspari war der Aussenminister von Italien. Am 5. September 1946 wurde das Pariser Abkommen (auch Gruber - Degaspari Abkommen genannt) unterzeichnet in welchem das Recht auf Sprache, Volkskultur und soziale Gleichstellung den Südtirolern zugesichert wurde.Glaube und Kirche1.Nenne die zwei Kirchenfestkreise und von wann bis wann sie dauern"Osternfestkreis (Aschermittwoch bis Fronleichnam) und Weihnachtsfestkreis (1. Adventsonntag bis 1. Sonntag nach dem 6. Jänner)2. Wie ist der Aufbau der Eucharistiefeier (Hl. Messe) und erkläre die Teile näher"A. Eröffnungteil:Einzug des Priesters, Begrüßung der Gemeinde, allgemeines Schuldbekenntnis, Gloria, Tagesgebet.B.1.Hauptteil, Wortgottesdienst:Lesung (Teil aus dem A.T. oder den Briefen), Antwortlied oder Zwischengesang, Evangelium (Teil der 4 Evangelien), Predigt (Texte der Hl. Schrift werden erklärt und uns wird gezeigt, was sie heute zu sagen haben), Glaubensbekenntnis, Fürbitten.C. 2. Hauptteil, Eucharistie:Gabenbereitung, Hochgebet mit Einsetzungsbericht, Kommunion, Schlußgebet.Danach betet der Priester den 2. Teil des Hochgebetes, wobei er besonders für die Kirche, den Papst, den Bischof und die Verstorbenen betet.D. Entlassungsteil:Vermeldung (Termine der Pfarrgemeinde), Segen, Entlassung und Auszug.3. Wieviel Sakramente gibt es und wie heißen sie"Es gibt 7 Sakramente. Taufe, Eucharistie, Firmung, Buße, Ehe, Priesterweihe, Krankensalbung.4. Welche sind die kirchlichen Farben"Weiß, grün, rot, violett, schwarz.Grundsätze und Aufbau des Bundes der Tiroler Schützen1. Wie lauten die Grundsätze der Tiroler Schützen"Die Treue zu Gott und dem Erbe der VäterDer Schutz von Heimat und VaterlandDie geistige und kulturelle Einheit des ganzen LandesDie Freiheit und Würde des MenschenDie Pflege des Tiroler Schützenbrauches2. Wann war die Gründung des "Gesamttiroler Schützenbundes - Europäische Region Tirol""Am 30.April 19953. Welches Gremium leitet den Bund der Tiroler Schützenkompanien und welche Funktionsträger sind Mitglieder in diesem Gremium"Die Bundesleitung.Ihre Mitglieder sind der Landeskommandant, der Landeskdt.Stellvertreter, der Landeskurat, der Bundesgeschäftsführer, der Bundesschriftführer, der Bundeskassier, der Bundesbildungsoffizier, der Landesjungschützenbetreuer, der Bundeswaffenwart und die vier Viertelkdtn.4.Wie ist der Chargenaufbau bei den Schützen"Landeskommandant, Majore der Bundesleitung,Viertelkommandanten, Bezirksmajore und Bataillonsmajore, Hauptmann, Oberleutnant, Leutnant, Fähnrich, Oberjäger, Zugführer, Unterjäger, Patrouillführer, Schütze.5.Welches ist das älteste Feldzeichen Tirols und was zeigt dieses"Das älteste Feldzeichen ist die Bundesstandarte. Sie zeigt den Tiroler Adler, den Hl.Georg, wie er den Drachen tötet, und einen Knappen.Geographische Lage und Grundlagen1. Wie heißt unser Landespatron und sein Vorgänger"Der Hl.Josef, sein Vorgänger war der Hl.Georg.2.Auf welche Fläche erstreckt sich das Land Tirol und wie heißen die Bezirke"Das Land erstreckt sich auf einer Fläche von 12.647,09 km² und die 8 politischen Bezirk sind: Imst, Innsbruck - Land, Kitzbühel, Kufstein, Landeck, Lienz, Reutte und Schwaz.3. Wie heißt der höchste Berg Gesamttirols und der in Nordtirol"Der Ortler und die Wildspitze.4.Nenne je 2 Gebirgszüge und 2 Bäche aus jedem Landesteil"Die Ötztaler,Stubaier Alpen, die Ruetz und Sill in Nordtirol.Das Deffregen Gebirge und den Hohen Tauern,die Isel und die Drau in Osttirol.Die Dolomiten und die Sarntaler Alpen,sowie Etsch Eisack in Südtirol.5. In welchem Bezirk lebst du und was weißt du über diesen"z.B.Innsbruck: 125.500 Einwohner leben auf einer Fläche von 104,89 km².1420 wurde Innsbruck zur Landeshauptstadt und das Wappen zeigt eine waagrecht verlaufende Brücke mit zwei Jochen auf rotem Grund.Geschichte und Besonderheiten der Schützenkompanie

Prüfungsdurchführungsbetimmungen

Die Prüfung sollte erst nach eingehender Vorbereitung in den Jungschützenstunden durchgeführt werden. Dabei sollte sich eine Kommission zusammenstellen:Hauptmann (Vorsitzender)Baon. Jungschützen Betreuer (wenn möglich)Jungschützenbetreuer1 weiterer OffizierDie Prüfung sollte in Tracht abgehalten werden, um dem Jungschützen die Erklärung der Tracht leichter zu ermöglichen. Entweder der Stoff wird nur mündlich geprüft, oder man teilt den Stoff in einen mündlichen Teil (Geschichte und Besonderheiten der Kompanie) und einem schriftlichen Teil (Lieder können aufgesagt oder gesungen werden). Zur Erreichung des Abzeichens sind 60% des Stoffes erforderlich.Die Überreichung des Leistungsabzeichens sollte in einem festlichen Rahmen (z.B. Schützenjahrtag) erfolgen.

Quellennachweis:

Tiroler Jungbürgerbuch (Wolfgang Pfaundler), Seiten 49ff, 63ff, 269ff, Inn Verlag, 1989Tirols Geschichte in Wort und Bild (Michael Forcher), Seiten 36ff,194ff, 202ff, Haymon Verlag, 1984Erlebnis Tirol (Hannes Gasser), Seiten 41ff, Verlag Stocker, 1982Historische Grundlagen zur Entstehung und Entwicklung des Landes Tirol und des Schützenwesens, ( nach " Grundzügen der Tiroler Landesgeschichte" von Dr.Franz - Heinz Hye), Kulturabteilung der Landesregierung Tiroler Schützenzeitung, (Bund der Tiroler Schützenkompanien), Ausgabe Nr.2, 19. Jahrgang, Seiten 1 und 2Schützenliederbuch, (Bund der Tiroler Schützenkompanien), Seiten 66ff, Verlag UeberreuterUnterlagen zum Kirchenteil wurden von Universitätspfarrer Msgr. Prof. Mag. Bernhard Hippler bereitgestellt und vom Verfasser zusammengefaßt.Herausgeber: Bund der Tiroler Schützenkompanien

Für den Inhalt verantwortlich und Copyright:
Bataillonsjungschützenbetreuer Zgf. Marius Wolf, Innsbruck, 1997/981. Auflage